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Weintrauben ohne Kerne – aber wie?

WeintraubenWeintrauben sind lecker, keine Frage! Wenn die störenden Kerne doch nicht wären. Dank der Kerne habe ich nie mehr als 5 Stück gegessen und dabei wollte ich doch so gerne noch viel mehr genießen. Da es Weintrauben ohne Kerne gibt, kaufe ich nur noch diese und da stellte sich mir eben die Frage wie man es schafft Weintrauben und andere Früchte ohne Kerne zu züchten, wo diese doch für die Fortpflanzung wichtig sind.

Es gibt Traubensorten die von Natur aus schon sehr kleine Kerne haben. Diese werden so gezüchtet und gekreuzt, dass die Kerne klein und weich sind und wir diese nicht mehr im Mund wahrnehmen können. Fortgepflanzt werden die Pflanzen durch kleine Stecklinge.

Da die Kerne nun schon sehr früh aufhören zu wachsen gibt es ein Problem: Das von den Kernen produzierte „Wachstumshormon“ setzt ebenfalls aus sodass die Trauben ihren Wachstumsprozess stoppen  und klein bleiben. Wir wollen aber kernlose Trauben mit der Größe von Trauben mit Kernen! Dazu wird die Traube in ihrer Wachstumsphase mit eben diesem fehlenden Hormon besprüht und sie wächst auf ihre von uns gewünschte Größe heran.

Ein netter Nebeneffekt ist, dass die Stiele größer heran wachsen als üblich. So  sitzen die Trauben nicht so eng aufeinander und sie werden nicht so schnell faul.

Das besagte Hormon hat für uns Menschen keine Auswirkungen. Bis die Trauben im Laden angeboten werden sind keine Anteile mehr nachweisbar.

 

Zusatz:

Wie sicherlich bekannt ist gibt es auch Mandarinen ohne Kerne zu kaufen. Diese sind meist aber keine Mandarinen sondern heißen „Satsuma“. Die Frucht wird in Südjapan angebaut und benötigt kaum Wärme. So kann sie kostengünstig bei uns angeboten werden und wir erfreuen uns einer kernlosen Mandarine, die eigentlich keine Mandarine ist.

Quellen: Zeit.de, Wikipedia
(Bildquelle: Marianne J.  / pixelio.de)

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